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Ich werde mein Tagebuch nun in etwas anderer Form weiter führen. Viele Tagesabläufe wiederholen sich und so wird es langweilig immer wieder das gleiche zu schreiben und langweilig soll es ja auch für den Leser nicht werden. Ab jetzt wird es Monatsberichte geben.

Februar 2008

Anfang Februar hat es ein bisschen geschneit. Als es das letzte Mal geschneit hat war ich noch ganz klein, das hatte ich schon wieder vergessen und so war ich etwas verwundert über das weiße Zeug da auf dem Rasen. Es hat mir aber super gefallen und ich wollte gar nicht wieder ins Haus. Ich bin sowieso für mein Leben gerne draußen. Frauchen sagt, dass es manchmal ganz viel Schnee gibt. Ich bin mal gespannt wann das sein wird. Da könnte ich mich dann prima verstecken, Versteckspiele mag ich zu gerne.

Es schneit, wie schön! 02.02.2008

Der Schnee ist nicht lange geblieben. Am zweiten Wochenende hatten wir 16 Grad bei herrlichem Sonnenschein. Herrchen und Frauchen meinten jetzt ist der richtige Zeitpunkt um mich mit dem Wohnmobil richtig bekannt zu machen. Ich hatte es mir schon von innen angeguckt, aber ich war noch nicht damit unterwegs. Also haben wir alles für ein Wochenende eingepackt und los ging es. Wir sind nicht weit gefahren, ich sollte mich erst mal daran gewöhnen. Wir sind auf einen schönen Stellplatz am Bremervörder See gefahren. Es war alles neu und ungewohnt und so habe ich mir alles ganz genau angesehen. Es hat mir Spaß gemacht, vor allen Dingen, weil wir so viel draußen sein konnten. Bei dem schönen Wetter konnten Herrchen und Fauchen auch draußen sitzen. War das alles aufregend, da habe ich nach einem schönen langen Spaziergang erst mal ein Runde draußen geschlafen. Ich freue mich schon auf die nächste Fahrt...

Es gibt bei uns einen schwarzen Schäferhund, der hat mich vom ersten Tag an immer angeknurrt und angebellt. Ich hatte ganz schön Angst vor ihm und habe mich immer hinter Frauchen versteckt. Jetzt bin ich aber inzwischen ein halbes Jahr alt und lasse mir das nicht mehr so gefallen, jetzt belle ich zurück. Er ist nun mein Lieblingsfeind, Freunde werden wir beide sicher nie. Zu allen anderen Hunden bin ich freundlich und nett, sind alles meine Freunde. Da hat der schwarze Schäferhund selber schuld, er hätte auch mein Freund sein können, aber er wollte ja nicht...

Immer noch viel Spaß machen mir die Treffen am Samstag und Sonntag mit der Spiel- und der Trainingsgruppe. Da lerne ich auch immer wieder neue Hunde kennen. Swantje hat zur Zeit einen Internatsgast, der von ihr erzogen wird. Emil heißt er und ist schon 2 Jahre alt. Emil kann ich sehr gut leiden und wir beide haben getobt wie die Verrückten. Schade, dass er bald wieder zu seiner Familie zurück muss.

Trainingsstunde im Wald. Emil und ich toben in der Pause.

Am 24.02. hatten wir eine Trainingsstunde in der Stader Altstadt. Da ist was lustiges passiert. Wir standen alle ordentlich in einer Reihe mit unseren Frauchen und haben auf Swantjes Anweisungen gewartet. Da kam eine ältere Frau und hat Swantje gefragt ob das hier ein Markt ist und ob man uns kaufen kann. Swantje hat ihr dann erklärt das wir eine Hundeschule sind und wir nicht zu verkaufen sind. Die Frau kam aus einem anderen Land, wo so was wahrscheinlich üblich ist. Hinterher haben wir alle herzlich gelacht. Mein Frauchen würde mich nie verkaufen.

Gestern hatte Frauchen Geburtstag, da war auch Herrchen Zuhause. Wir hatten einen schönen Tag, die Sonne schien und so konnten wir auch im Garten länger spielen. Am Wochenende kommt der "Rest" der Familie, da freue ich mich schon drauf. Ich mag es gerne, wenn alle zusammen sind. Da ist immer einer, der mit mir spielt.

Als ich heute Morgen (27.02.) auf unserer täglichen Runde die Mauselöcher inspiziert habe, ist plötzlich fast direkt vor meiner Nase ein Fasan hoch geflogen. Ich dachte mir, mal sehen ob ich den fangen kann und bin sofort hinter ihm her gelaufen. Frauchen fand das gar nicht lustig, weil sie sagt ich darf keine Tiere jagen. Sie hat mich sofort zurück gerufen und ich bin augenblicklich stehen geblieben. Einen Moment habe ich darüber nachgedacht was ich jetzt machen soll, eigentlich wollte ich ja lieber weiter hinter dem Fasan her laufen, aber ich habe mich dann doch dafür entschieden zu gehorchen und bin zu meinem Frauchen gerannt. Das habe ich auch nicht bereut, Frauchen hat mich ganz doll gelobt und ein Leckerli gab es auch. Frauchen war ganz stolz auf mich, sie hat wohl nicht wirklich geglaubt das ich sofort zurück kommen würde, zumal ich den Fasan sicher erwischt hätte. Tja, so kann man sich täuschen, im Gehorchen bin ich schon ganz gut. :-)

 

März 2008

Das erste Wochenende im März war super und so ganz nach meinem Geschmack. :-) Wir haben Frauchens Geburtstag gefeiert und die ganze Familie war zusammen. Am Samstag sind schon mittags Oma und Opa gekommen. Oma und Opa bringen immer was Schönes mit, wie alle Kinder freue ich mich natürlich auch darüber. Nachmittags kamen Oliver und Ulla, die beiden sind mit mir spazieren gegangen. Ich habe mich von meiner besten Seite gezeigt und bin gleich gekommen, wenn Oliver mich gerufen hat. Ich möchte ja das Oliver noch mal mit mir spazieren geht, wenn er wieder mal Zuhause ist. Schade war nur, dass das Wetter nicht so schön war, es hatte ganz ordentlich gestürmt. Da konnten wir nicht sehr lange unterwegs sein, hat nicht so viel Spaß gemacht. Dafür haben wir im Haus gespielt, bei so vielen Leuten kann man immer einen zu einem Spielchen überreden. Alle sind über Nacht geblieben und erst am Sonntag Mittag wieder abgereist. Da war ich traurig, es war sehr schön mit der ganzen Familie zusammen zu sein.

Unser Spaziergang am Mittwoch Morgen (05.03) war super. Es hatte am Vorabend geschneit, nicht sehr viel, aber so das der Rasen bedeckt war. Schnee finde ich klasse! Außerdem waren unterwegs die Pfützen zu Eis gefroren, da musste ich natürlich drüber laufen. Frauchen hat noch gesagt, ich soll vorsichtig sein, zu spät, plötzlich lag ich da. Ich habe mir aber nicht weh getan und musste es gleich noch mal probieren. Nun hatte ich den Bogen raus, hat das Spaß gemacht. 

Auweia, heute Morgen (05.03.) habe ich was angestellt. Ich bin jetzt ein bayrischer Schäferhund, nämlich weiß-blau. Wie es dazu gekommen ist wollt Ihr wissen? Ich erzähle es Euch. Manchmal gehe ich morgens nach oben in den ersten Stock um zu sehen ob es etwas interessantes zu entdecken gibt. Meistens finde ich nichts besonderes, aber heute Morgen war es anders. Marius hatte vergessen seine Zimmertür zu schließen, da bin ich auf Entdeckungsreise gegangen. Marius hat einen kleinen niedrigen Tisch in seinem Zimmer, da lag sein Füller. Ich wollte ja nur mal gucken was das für ein Ding ist, also habe ich ihn genommen und näher untersucht. Ich habe mich darauf herum gerollt, war aber nicht so spannend. Die Tinte ist wohl dabei heraus gekommen und so hatte ich viele blaue Punkte im Fell. Für die Aktion habe ich nicht lange gebraucht. Frauchen ist gekommen um zu sehen was ich mache. Erst hat sie nur den Füller gesehen und hat ihn mir gleich weggenommen. Da ich im Gesicht sauber geblieben bin hat sie die Flecken auch nicht gleich gesehen, erst als ich aufgestanden bin hat sie gesehen was ich angestellt habe. Frauchen hat nicht geschimpft, sie hat nur gesagt, dann wollen wir mal sehen wie wir dich wieder sauber kriegen. Da es aber Zeit war für meine Runde hatten wir keine Zeit mehr zum Putzen und so ist Frauchen mit mir so los gegangen, wie ich war. Frauchen war nur froh das wir niemanden getroffen haben dem sie erst lange erklären muss warum ich so aussehe. Inzwischen bin ich wieder sauber, war nicht so einfach die Flecken wieder aus meinem Fell zu kriegen. So nun könnt Ihr herzhaft lachen, Frauchen lacht inzwischen auf darüber...

Samstag (08.03.) war ein super toller Tag. Das Wetter war so schön, die Sonne schien so doll sie konnte. In der Spielstunde hatten wir wie immer viel Spaß. Danach waren wir noch schnell im Futterhaus, was zu beißen für mich kaufen. Frauchen hat mir einen riesigen Knochen gekauft, weil ich so gerne knabbere, lecker...

 Gegen 11.30 Uhr waren wir wieder Zuhause. Da die Spielstunde ziemlich früh ist frühstücken Herrchen und Frauchen erst hinterher richtig, sonst ist das alles so eine Hetzerei, sagen sie. Ich dachte wir setzen uns, wie sonst auch in die Küche, aber nein, meine Leute schleppen Geschirr und Lebensmittel raus auf die Terrasse. Was kommt denn jetzt? Wir haben draußen gegessen, das kannte ich noch nicht. Bisher war es ja noch nicht so schön das man hätte draußen essen können. Hoffentlich machen meine Leute so was öfter. Das hat mir richtig Spaß gemacht. Wir waren fast den ganzen Tag im Garten, so müsste es jeden Tag sein. Als wir am späten Nachmittag wieder rein mussten, weil es kühl wurde bin ich gleich ins Koma gefallen, meine Güte war ich müde, aber glücklich...

Nun weiß ich auch was "Ostern" ist. Es war ja mein erstes Osterfest und daher wusste ich ja nicht was da abgeht. Das Ostern auch gleichzeitig 4 freie Tage für mein Herrchen bedeutet hat mir schon mal sehr gut gefallen. Schoko-Eier habe ich natürlich nicht bekommen. Aber zum Frühstück gab es auch für mich ein Frühstücksei. Statt Ostereier habe ich Wurststückchen gesucht. Das Spiel kannte ich zwar schon, aber es ist eines meiner Lieblingsspiele. Inzwischen bin ich auch sehr gut in dem Spiel. Egal, wie schwer Frauchen die Wurststückchen versteckt, ich finde sie alle. Einen neuen Ball habe ich auch noch bekommen. Das Beste war aber, Ostermontag hat es geschneit und ich wir konnten im Schnee spielen.

Es hat ja nicht nur zu Ostern geschneit, sondern auch noch die nächsten 2 Tage danach. War das eine Gaudi, vom Schnee kann ich gar nicht genug bekommen. Wir waren am und im Wald. Da gab es richtig schöne Schneeverwehungen in denen man herrlich herum springen konnte. Als Frauchen unsere Auffahrt frei schaufeln musste habe ich ordentlich mitgeholfen. Ich bin Frauchen immer vor der Schaufel herum gesprungen und so sind wir nicht sehr schnell fertig geworden. Aber Frauchen hat es nicht so eng gesehen, sie hat so viel gelacht, weil ich mich so gefreut habe.

 

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