 Wie versprochen hier nun meine
Geschichte.
Es war im November 1996, da bin
ich mit meinen Kindern und meinem Frauchen nach Stade zum
Fotografen gefahren. Das ganze Theater fing schon im
Parkhaus an. Wir konnten gerade noch in eine Parklücke
fahren und dann hat das Auto von meinem Frauchen seinen
Geist aufgegeben. Darum kümmern wir uns später, jetzt müssen
wir erst zum Fotografen, hat mein Frauchen gesagt.
Beim Fotografen war es ziemlich
eng, alles sehr klein da, die Räumlichkeiten, aber das
hat mich nicht gestört. Die Frau die uns fotografieren
sollte war auch ganz nett, dachte ich. Wir alle rein in
den kleinen Raum, da lag ein weißes Fell, das könnt ihr
auf dem Foto sehen. Ich stehe da und warte, was als nächstes
passieren würde, da nimmt diese Frau das Fell und schüttelt
es ordentlich aus. Ich weiß nicht genau ob, ich mich
erschrocken habe oder ob ich dachte mir geht es auch
gleich an den Kragen, jedenfalls war es da bei mir
vorbei, mit der Gemütlichkeit. Ich wurde richtig böse
und habe diese Frau ordentlich ausgebellt und ich habe
sie auch nur noch bis auf 2 Meter an mich heran gelassen.
Die Frau war eigentlich ganz nett. Um sich mit mir wieder
zu versöhnen hat sie eine Angestellte los geschickt ein
Würstchen für mich zu holen. Das Würstchen wollte ich
natürlich haben, es roch schon so lecker. Ich entschloss
mich friedlich das Würstchen Stück für Stück aus
ihrer Hand zu fressen. Als das Würstchen alle war,
dachte sie wohl nun ist alles wieder gut, aber ich traute
ihr nicht mehr richtig, man kann ja nie wissen. Das
machte die ganze Prozedur etwas schwieriger. Die
Fotografin musste ihre Anweisungen, wie wir uns hin
setzen sollen alle aus der Ferne geben. Das ganze hatte für
meinen Geschmack viel zu lange gedauert.
Als wir endlich wieder auf der
Straße standen, viel meinem Frauchen das Auto wieder ein.
Das hatte sie während unserer Endlossitzung beim
Fotografen ganz vergessen. Wir also alle in das Parkhaus
und ins Auto eingestiegen. Klasse, das Auto sprang nicht
an. Alle wieder aus steigen und mit der Parkhausaufsicht
klären, das unser Auto über Nacht dort bleibt.
Nun mussten wir
klären, wie wir
nach Hause kommen. Mein Herrchen arbeitet in Hamburg, den
brauchten wir nicht anrufen, das hätte zu lange gedauert.
Unsere Bekannten waren nicht zu erreichen. Da blieb nur
noch der Bus. Mein Frauchen sah das mit gemischten Gefühlen.
Ich habe eine Eigenart , ich akzeptiere zwar, wenn schon
Leute in einem Raum sind, aber ich mag nicht, wenn noch
welche dazu kommen. Das lässt sich in einem Bus aber
nicht vermeiden. Als der Bus kam erzählte mein Frauchen
dem Busfahrer, das ich noch nie mit dem Bus gefahren bin.
Wer das erste mal Bus fährt, darf kostenlos fahren,
sagte der Busfahrer. Ein Glück es war nicht sehr voll in
dem Bus und so setzen wir uns ganz nach hinten. An diesem
Abend stiegen nicht mehr viele Fahrgäste dazu und so
brauchte ich mich nicht so oft über fremde Leute
aufzuregen.
Als wir endlich zu Hause waren,
bin ich auf meinen Sessel gestiegen und habe erst mal ein
Schläfchen gemacht. Ihr könnt euch nicht vorstellen,
wie aufregend der Tag für mich war.
Ich hoffe ihr habt euch gut amüsiert
über meine kleine Geschichte.
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